Hallo zusammen,
ici bin gerade dabei, meine bestehende 8kWp-Anlage um einen Speicher und einen Hybrid-Wechselrichter zu erweitern. Dabei bin ich immer wieder auf Smart Meter gestoßen und höre von vielen, dass so ein Ding unverzichtbar wäre.
Aber ehrlich gesagt: Was kann so ein Smart Meter denn konkret tun, das mir bei der Autarkie hilft? Ich verstehe, dass ich damit meinen Verbrauch in Echtzeit sehe – aber bringt mir das wirklich was für die Dimensionierung meines Speichers oder die Steuerung der Wallbox?
Vor allem interessiert mich: Welche Messwerte sind relevant, und können das nicht auch der Wechselrichter selbst oder ein simples Energiemanagementsystem ohne Meter liefern? Ich bin skeptisch bei den oft zu rosigen Versprechungen und würde gerne von euch hören, was ihr konkret merkt – nicht die Marketing-Version.
Danke für ehrliche Erfahrungen!
Gute Frage, Werner. Das Kernproblem ist: Ein Smart Meter selbst ist erst mal nur eine Messstelle – es liefert dir Spannung, Strom, Frequenz und Phasenverschiebung am Netzverknüpfungspunkt. Das ist hilfreich, aber nicht das Geheimnis.
Für deine Hybrid-Situation brauchst du eigentlich zwei Dinge: (1) Was speist der WR gerade ein oder bezieht, und (2) was verbraucht dein Haus aktuell? Viele moderne Hybrid-WR liefern das selbst ohne zusätzlichen Meter. Der Smart Meter wird relevant, wenn du netzdienliche Funktionen planst oder die Netzfrequenz stabilisieren willst – das ist aber nicht dein primäres Ziel bei Autarkie.
Ich hab mir früher schon überlegt, ob teure "intelligente" Komponenten den Preis rechtfertigen – siehe meinen Thread zu Leistungsoptimierern. Ähnlich hier: Erst definieren, was du wirklich brauchst.
Bei mir zeigt der Smart Meter vor allem eines: wo der Strom wirklich geht. Hab die letzten 3 Jahre Daten gesammelt und kann jetzt viel gezielter laden – auch für die Wallbox, die ich gerade plane.
Aber: Für deine Speicher-Dimensionierung brauchst du den Meter nicht. Wichtiger ist, deine echten Verbrauchskurven zu kennen. Das kannst du auch mit ner ollen Steckdose-Messdose anfangen und dann erst upgraden. Der Meter wird erst praktisch, wenn er mit deinem HEMS spricht – sonst schaust du nur zu.