Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit dem Thema netzdienliches Laden und bin auf verschiedene Lösungen gestoßen, bei denen das Smart Meter Gateway die Wallbox automatisch steuern soll – je nachdem, wie die Netzfrequenz ist oder wieviel Überschuss gerade da ist.
Meine Frage: Macht das technisch Sinn oder ist das eher ein Marketing-Versprechen? Ich habe hier eine Wallbox (Zukunft), einen Smart Meter und eine 8er PV-Anlage mit 5kWh Speicher. Ein Elektriker hat mir vorgeschlagen, zusätzlich noch ein separates HEMS einzubauen – die Hardware kostet dann schnell 2000-3000 Euro extra.
Bevor ich das Geld ausgebe, möchte ich verstehen: Kann das Smart Meter Gateway das nicht auch schon selbst regeln? Oder sind die Gateways einfach zu langsam und zu unflexibel? Welche Lösungen haben sich bei euch in der Praxis bewährt – und vor allem: Wann zahlt sich der Aufwand wirklich aus?
Danke für ehrliche Erfahrungen!
Das ist eine sehr berechtigte Frage. Das Smart Meter Gateway ist primär für die Datenerfassung und Übertragung an den Netzbetreiber zuständig – es ist nicht wirklich als Steuerzentrale ausgelegt. Die Latenz ist oft zu hoch, um echte Echtzeit-Optimierungen zu machen.
Für netzdienliches Laden im klassischen Sinne (Frequenzsteuerung) brauchst du tatsächlich schnellere Hardware. Aber: Ob du dafür gleich ein vollständiges HEMS für mehrere Tausend Euro installieren musst, hängt von deinen Zielen ab. Wenn es "nur" um intelligentes Laden bei Überschuss geht, können moderne Wallboxen das teilweise auch direkt mit dem Wechselrichter kommunizieren. Das ist günstiger und reicht für viele Fälle aus.
Welcher Wechselrichter ist denn bei dir verbaut?