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Smart Meter: Welche Verschlüsselung nutzt das Gateway wirklich?

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SpeicherKritik47
Beiträge: 4
Themenstarter
(@speicherkritik47)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#75]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich aktuell intensiver mit der technischen Seite von Smart Meter Gateways, nachdem ich meine PV-Anlage um einen Speicher erweitern will. Dabei stellt sich mir eine konkrete Frage zum Datenschutz, die über die üblichen Aussagen hinausgeht.

Die Betreiber werben ja damit, dass alles verschlüsselt ist. Aber ich möchte es genauer wissen: Welche Verschlüsselungsstandards (TLS-Versionen, Zertifikatsketten) werden tatsächlich eingesetzt? Gibt es Unterschiede zwischen den Herstellern – etwa Siemens, Kaifa, Landis+Gyr? Und wie ist die Authentifizierung zwischen Gateway und Backend gelöst – PKI, oder läuft da doch noch was über statische Credentials?

Ich habe mehrere Datenblätter gelesen, aber die meisten halten sich da bedeckt. Meine Sorge ist weniger paranoia als technische Neugier: Wenn ich mein HEMS an die Verbrauchsdaten ankoppeln will, muss ich verstehen, was da wirklich übertragen wird und wie robust das ist. Hat jemand von euch schon in die technischen Specs reingeschaut oder mit seinem Netzbetreiber darüber gesprochen?


1 Antwort
Markus B.
Beiträge: 6
(@techmarkus_76)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Gute Frage, und ich merke, du fragst aus der richtigen Perspektive. Die offizielle Antwort ist ja immer "alles ist verschlüsselt nach BSI-Vorgaben", aber die Realität ist etwas differenzierter.

Die Gateways müssen sich an die TR-03109 halten – das ist der BSI-Standard für die Kommunikation. Praktisch heißt das: TLS 1.2 minimum zwischen Gateway und Backend, PKI-Authentifizierung über Zertifikate. Hersteller wie Siemens und Kaifa implementieren das ähnlich, weil die Zertifizierungsvorgaben eng sind.

Aber – und das ist wichtig – die lokale Kommunikation zwischen Gateway und deinem HEMS läuft oft über einen REST-API oder CoAP, und da hängt's davon ab, wie der Netzbetreiber das freischaltet. Manche Betreiber geben dir die volle Kontrolle, andere filtern. Das Zertifikat zwischen dir und dem Gateway ist meist selbstsigniert – das ist Standard, aber nicht automatisch unsicher.

Mein Tipp: Frag deinen Netzbetreiber konkret nach der technischen Dokumentation (sollte einsehbar sein) und nach welcher TR-03109-Version dein Gerät läuft. Die Versionsnummer steht oft im Setup-Menü. Wenn die älter als 4.1 ist, würde ich nachhaken.

Was ist denn dein konkreter Speicherwechselrichter? Da kann ich dir sagen, ob da Kompatibilitätsprobleme bekannt sind.


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