Moin zusammen,
ich bin gerade beim Thema Smart Meter gelandet und etwas verwirrt, weil ich in meiner Situation wahrscheinlich anders als die meisten Forumsteilnehmer bin. Ich betreibe meine 5kW Anlage am Gartenhaus komplett off-grid mit Batterie, kein Netzanschluss. Aber bei den ganzen Diskussionen hier scheint es immer um Smart Meter im Zusammenhang mit Netzeinspeisung zu gehen.
Meine Frage: Was kann ein Smart Meter für mich wirklich leisten? Kann ich damit mein Batteriemanagement besser steuern oder ist das gar nicht die Bestimmung von so einem Gerät? Ich experimentiere ja ohnehin schon mit verschiedenen Batteriemanagementsystemen und bin da recht tief drin, aber vielleicht übersehe ich einen Vorteil.
Geht es einfach nur um genaue Verbrauchskontrolle und Tarifeoptimierung? Oder kann ein Smart Meter auch bei Off-Grid-Systemen helfen, den Speicher intelligenter zu laden/entladen? Ich möchte das nicht blind kaufen, sondern verstehen, ob und wo es für meine Konstellation überhaupt Sinn macht.
Danke schon mal für eure Erfahrungen!
Kurze Antwort: Für echte Off-Grid-Systeme wie deins bringt ein Smart Meter (im klassischen Sinne) nicht viel, weil die ja primär auf Netzinteraktion ausgelegt sind.
Aber – und das ist der interessante Teil – ein intelligentes Energiemanagementsystem (HEMS) kann dir trotzdem massiv helfen! Bei meiner 8 kWp-Anlage mit Speicher habe ich das so gelöst: Der Wechselrichter kommuniziert direkt mit meinem Batteriemanagementsystem und regelt basierend auf PV-Ertrag, Verbrauch und Speicherstand in Echtzeit nach. Das ist im Grunde das, was du brauchst – nur eben nicht über einen Smart Meter, sondern über das direkte Monitoring des Wechselrichters.
Die Frage ist: Welches Batteriemanagementsystem nutzt du gerade? Je nachdem könnte es sein, dass du bereits all das hast, was Smart Meter dir bieten würde. Schau mal in die Granularität der Daten, die dein System dir ausspuckt – wenn du stündlich oder sogar minutengenau deine Lasten und PV-Einspeisung siehst, brauchst du keinen zusätzlichen Smart Meter mehr.
Thomas, gute Frage. Aus meiner Perspektive: Smart Meter sind vornehmlich für die Kommunikation mit dem Netzbetreiber und zur Abrechnung gedacht. Bei Off-Grid macht das so keinen Sinn.
Für deine Situaton würde ich eher schauen, dass die Komponenten in deinem System – WR, Speicher, Verbrauchszähler – gut zusammenarbeiten. Das ist die eigentliche Intelligenz.