Hallo zusammen,
ich bin Hermann, 72 Jahre alt und möchte mir endlich eine Photovoltaikanlage auf mein Einfamilienhaus installieren lassen. Nach jahrelangem Zögern habe ich mich nun doch entschieden - die Strompreise werden ja immer teurer und ich möchte etwas für die Umwelt tun.
Mein Haus hat ein Satteldach mit Südausrichtung, Baujahr 1978. Das Dach wurde vor 8 Jahren neu gedeckt, sollte also in Ordnung sein. Ich habe bereits zwei Angebote eingeholt, aber die unterscheiden sich ziemlich stark - sowohl beim Preis als auch bei der Technik.
Nun bin ich etwas unsicher: Worauf sollte ich als Laie besonders achten? Gibt es typische Fallen, in die man als Neuling tappt? Sollte ich noch weitere Angebote einholen oder reichen zwei?
Besonders beschäftigt mich die Frage nach der Größe der Anlage. Der eine Anbieter empfiehlt 8 kWp, der andere 12 kWp. Wir sind zu zweit im Haushalt und verbrauchen etwa 3500 kWh im Jahr.
Über eure Erfahrungen und Tipps würde ich mich sehr freuen.
Viele Grüße
Hermann
Hermann, seien Sie vorsichtig mit zu großen Versprechungen! Viele Verkäufer rechnen mit unrealistischen Erträgen. Bei einem 1978er Haus würde ich auch erstmal prüfen lassen, ob die Elektrik für eine größere PV-Anlage überhaupt geeignet ist.
Und bedenken Sie: Je größer die Anlage, desto mehr Strom speisen Sie ein - aber die Einspeisevergütung ist mittlerweile ziemlich niedrig. Rechnen Sie sich das mal durch, ob sich das wirklich lohnt.
Hallo Hermann,
schön, dass Sie sich für eine PV-Anlage entschieden haben! Bei Ihrem Verbrauch von 3500 kWh würde ich eher zu der kleineren Variante mit 8 kWp tendieren. Das passt besser zu Ihrem tatsächlichen Bedarf.
Wichtige Punkte beim Angebotsvergleich:
- Modulqualität (Tier-1-Hersteller bevorzugen)
- Wechselrichter-Garantie mindestens 10 Jahre
- Montagesystem (sollte zum Dachtyp passen)
- Gesamtpreis pro kWp vergleichen
- Referenzen des Installateurs prüfen
Lassen Sie sich unbedingt die einzelnen Komponenten erklären und scheuen Sie sich nicht, nachzufragen. Ein seriöser Anbieter nimmt sich die Zeit dafür. Auch ein drittes Angebot kann nicht schaden - gibt Ihnen mehr Vergleichsmöglichkeiten.
Viel Erfolg bei Ihrem Projekt!
Thomas
Bei der Anlagengröße kommt es drauf an, was Sie langfristig vorhaben. Wenn Sie eventuell noch ein E-Auto oder eine Wärmepumpe planen, macht die größere Anlage durchaus Sinn. Ansonsten reicht für Ihren aktuellen Verbrauch die 8 kWp-Anlage.
Achten Sie unbedingt auf die Gewährleistung und lassen Sie sich alles schriftlich geben. Gerade bei der Montage gibt's oft Probleme, wenn nicht sauber gearbeitet wird.