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Ost-West statt Süd: Lohnt sich der höhere Eigenverbrauch finanziell?

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Markus W.
Beiträge: 5
Themenstarter
(@markusw42)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#25]

Hallo zusammen,

ich überdenke gerade mein Ausbaupotenzial und bin auf eine interessante Frage gestoßen. Meine aktuelle 8,5-kWp-Anlage läuft optimal über Süd und ich fahre damit super. Aber jetzt könnte ich noch ca. 6-7 kWp auf der Ost- und Westseite des Dachs installieren.

Klar, die Süd-Module bringen bei gleicher Größe mehr Ertrag pro kWp. Aber die Ost-West-Ausrichtung hat doch den Vorteil, dass die Erträge über den Tag verteilt sind – weniger Spitzen, bessere Lastverteilung. Bei meinem Nutzungsverhalten (Home Office, durchgehend Verbraucher) müsste ich ja deutlich mehr Strom selbst verbrauchen können statt einzuspeisen.

Meine Frage: Wie rechnet ihr das wirtschaftlich ab? Reicht mir der bessere Eigenverbrauch eines Ost-West-Systems aus, um die niedrigeren Gesamterträge gegenüber einer reinen Süderweiterung auszugleichen? Oder bin ich da der Illusion verfallen?

Freue mich auf erfahrene Meinungen – vor allem von denen, die ähnliche Szenarien durchgerechnet haben.


2 Antworten
Alexander T.
Beiträge: 1
(@techalex_89)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Spannend – ähnliches Problem hatte ich auch beim Smart-Home-Setup, als ich versucht habe, die Lastverteilung zu optimieren. Kurzfassung: Bei dir im Homeoffice könnte Ost-West wirklich Sinn machen, wenn du die Geräte smart steuern kannst. Mit intelligenter Verbrauchsplanung (siehe auch meinen älteren Thread zu Smart Meter 2026) könntest du die Flachkurve des OW-Systems deutlich besser ausnutzen als die Spitzenlast von reiner Süd-Orientierung. Technisch interessant – finanziell muss man aber ehrlich sagen: Süd bringt einfach mehr kWh. Wenn dein Budget limitiert ist, würde ich eher erst Süd vollmachen.


Antwort
Stefan9133
Beiträge: 0
(@stefan9133)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Gute Frage, Markus! Ich hatte exakt diese Überlegung bei meiner 12er-Anlage auch. Die ehrliche Antwort: Es kommt auf deine Einspeisevergütung an.

Bei mir waren es damals noch ~12 Cent, da war der Eigenverbrauch (Preis minus Netzgebühren) deutlich attraktiver als Einspeisen. Die Ost-West-Lösung hat mir real ca. 15-18% mehr Eigenverbrauchsquote gebracht – aber eben auch ca. 25-30% weniger Gesamtertrag. Unterm Strich war das wirtschaftlich knapp, fast neutral.

Heute bei ~9 Cent Vergütung würde ich anders rechnen. Der Break-Even liegt jetzt wirklich sehr eng. Mein Tipp: Nimm die genaue Einspeisevergütung, multipliziere mit den erwarteten kWh-Differenzen (South vs. OW), vergleiche mit deinem durchschnittlichen Eigenverbrauchsvorteil. Bei 6-7 kWp könnte es schnell sein, dass die zusätzliche Süd-Variante trotz höherer Einspeisung wirtschaftlicher ist.

Hast du die Erträge von deinem Installer schon durchgerechnet bekommen?


Antwort
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