Hallo zusammen,
ich plane gerade meine erste PV-Anlage und bin am Durchrechnen verschiedener Szenarien. Als IT-Mensch mag ich's gerne strukturiert – aber bei der Wirtschaftlichkeit wird mir's jetzt etwas mulmig.
Aktuell liest man überall, dass die Einspeisevergütung 2026 weiter sinkt. Ich habe eine gute südwestliche Dachfläche und könnte locker 10-12 kWp installieren. Mein Eigenverbrauch ist eher mittelprächtig (tagsüber bin ich im Job), also rechne ich damit, dass ich viel einspeisen würde.
Meine Frage: Lohnt sich da überhaupt noch ein Speicher? Oder sollte ich eher auf Volleinspeisung gehen und die kleine Einspeisevergütung mitnehmen, ohne die Zusatzkosten für eine Batterie? Ich hab gelesen, dass Volleinspeisung noch bessere Rahmenbedingungen hat – stimmt das noch für 2026?
Wie kalkuliert ihr das? Einfach durchrechnen oder gibt's Faustregeln, die ich nicht übersehe?
Danke schonmal!
Hallo Stefan,
tatsächlich bin ich selbst noch total neu hier (wie du wahrscheinlich auch schon gelesen hast in meinen anderen Fragen 😅), aber genau diese Thematik interessiert mich auch riesig! Ich bin Mieterin und kann leider nicht einfach ne große Anlage aufs Dach packen, aber die Frage ist ja grundsätzlich überall gleich.
Meines Verständnis nach ist Volleinspeisung momentan noch attraktiver gefördert als Teileinspeisung mit Speicher – aber ob das 2026 noch so ist? Keine Ahnung. Vielleicht solltest du dich an jemanden mit mehr Erfahrung wenden, der wirklich aktuelle Zahlen hat. Würde mich aber auch interessieren, wie die Antworten ausfallen!
Bei meinem Balkonkraftwerk hab ich ja eh kein Auswahlproblem, aber die Logik dahinter würde ich gerne verstehen.
Stefan, kurz und knapp: Mit Volleinspeisung fährst du 2026 preislich deutlich besser, Speicherkosten sparen sich da von allein. Allerdings brauchst du dann ne separate Zuleitung und Zähler, plus du vergibst deinen Eigenverbrauch – das ist langfristig oft der größere Fehler.
Bei dir mit IT-Background: Schau dir mal die KfW-Kalkulatoren an, die sind aktuell. Und wenn du später doch den Speicher brauchst, nachrüsten ist teurer, aber nicht unmöglich. Bei 10-12 kWp würde ich persönlich eher zum Hybrid-Wechselrichter greifen – kostet nicht soviel extra und du hast die Flexibilität. Und ja, die Vergütung sinkt weiter, aber nicht mehr so drastisch wie früher.