Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit der Frage, wie sinnvoll es ist, mein E-Auto direkt mit der eigenen PV-Anlage zu laden. Im August hat man ja reichlich Ertrag, aber ich frage mich: Wie berechne ich wirklich, wo die Ersparnis liegt?
Ich habe eine 8 kWp Anlage mit Hybrid-Wechselrichter und kürzlich das Auto angeschafft. Die ganzen Online-Rechner geben mir teilweise extrem unterschiedliche Ergebnisse – manche rechnen mit 0,40 Euro/kWh Netzstrom, andere mit 0,35. Der Wechselrichter-Wirkungsgrad, die Ladeverluste des Autos selbst – all das spielt ja rein.
Meine konkrete Frage: Wenn ich tagsüber laden kann, muss ich dann wirklich den Speicher komplett ignorieren bei der Kalkulation? Oder sollte ich die Batterie als Puffer mitkalkulieren? Und wie rechnet ihr mit den Zeiten, wenn die Sonne nicht optimal scheint – also realistisch mit Wolken und so?
Ich möchte wissen, mit welchen realen Zahlen ich rechnen sollte, nicht mit Best-Case-Szenarien. Gibt es da einen Standard-Ansatz?
Bei mir lädt die Frau das E-Auto seit zwei Jahren parallel zur PV-Anlage. Ehrlich gesagt: Am Anfang habe ich zu optimistisch gerechnet. Die Realität ist, dass du im Sommer zwar viel laden kannst, aber die hohen Strompreise, die du sparen willst, sind ja genau in der Heizperiode relevant.
Mein praktischer Rat: Tracke über drei Monate, wieviel kWh du wirklich direkt von der Anlage ins Auto lädst (dafür gibt es Smart-Meter-Lösungen). Dann kannst du mit deinen realen Daten rechnen, nicht mit Rechner-Fantasiezahlen. Speicher ist für dich als Wechselrichter-Interessierter sowieso interessant – aber für die Auto-Laderechnung ist der irrelevant, richtig.
Die Ladeverluste des Autos sind meist 10-15%, das sollte dein Hersteller mitteilen.
Standard ist da schwierig, weil jedes Auto und jeder Wechselrichter anders tickt.
Gute Frage, SmartInverter42! Ich habe mich damit auch schon beschäftigt. Bei meiner 5 kWp Mini-Anlage auf dem Balkon kann ich natürlich nicht laden, aber ich kenne einige Nachbarn, die das machen.
Was ich beobachtet habe: Die meisten ignorieren tatsächlich den Speicher bei der reinen Ladeberechnung, weil der ja primär für Abendstunden relevant ist. Wenn du tagsüber lädst, fließt die Energie direkt durch. Mein Tipp: Rechne mit 92-95% Gesamtwirkungsgrad (Wechselrichter + Auto-Ladetechnik), nicht mit den theoretischen 98%.
Bei Bewölkung würde ich konservativ mit 60-70% des Sollwertes rechnen, je nach Region. Im August hast du aber noch gute Chancen auf klare Tage. Für die echte Ersparnis: Vergleich deine durchschnittlichen Netzstromkosten (inklusive Netzentgelt!) mit dem errechneten kWh-Preis aus PV.
Hast du mal deine Erträge der letzten Wochen dokumentiert?