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Dachausrichtung Ost-West - lohnt sich das überhaupt noch?

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T.Hoffmann
Beiträge: 9
Themenstarter
(@t-hoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#3]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit der Planung einer PV-Anlage für unser Einfamilienhaus. Das Problem ist, dass unser Dach leider nicht optimal nach Süden ausgerichtet ist, sondern eher Ost-West. Die eine Dachfläche zeigt etwa nach Südosten (ca. 130°), die andere nach Südwesten (ca. 230°).

Jetzt bin ich unsicher, ob sich das überhaupt noch lohnt. Der Solarteur meint, das wäre kein Problem und man könnte beide Seiten belegen. Aber ich habe gelesen, dass man bei Ost-West deutliche Einbußen hat.

Unser Verbrauch liegt bei ca. 4500 kWh im Jahr, wir sind beide berufstätig und meist erst abends zuhause. Haben auch über einen Speicher nachgedacht, aber die Kosten...

Wer hat Erfahrungen mit ähnlichen Dachausrichtungen? Wie sind eure Erträge so? Und sollte man dann eher beide Seiten belegen oder nur eine?

Danke schon mal für eure Hilfe!

Gruß
Thomas


3 Antworten
SmartInverter42
Beiträge: 7
(@smartinverter42)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ost-West ist doch heute völlig normal! Hab selbst ne 12kWp Anlage, 6kWp Ost, 6kWp West. Läuft super und Eigenverbrauch ist deutlich höher als bei reiner Südanlage.


Antwort
SolarMax28
Beiträge: 8
(@solarmax28)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hi Thomas,

kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Hab 2019 eine 9,8 kWp Ost-West-Anlage installiert (4,9 kWp je Seite) und bin sehr zufrieden.

Die Erträge sind zwar etwas geringer, aber dafür ist die Stromproduktion über den Tag gleichmäßiger verteilt. Besonders in den Sommermonaten merkst du das kaum, da hast du trotzdem ordentlich Überschuss zur Mittagszeit.

Wichtig ist, dass du bei Ost-West mit zwei separaten Strings arbeitest, am besten sogar zwei getrennte Wechselrichter oder einen mit zwei MPP-Trackern. Sonst hast du Verschattungsprobleme zwischen den unterschiedlich ausgerichteten Modulen.

Speicher würd ich erstmal weglassen und schauen wie sich der Eigenverbrauch entwickelt. Kannst ja später immer noch nachrüsten.

VG
Max


Antwort
R.Hartmann
Beiträge: 6
(@r-hartmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hallo Thomas,

aus meiner langjährigen Erfahrung kann ich dir sagen, dass Ost-West-Dächer durchaus noch rentabel sind. Bei deiner Ausrichtung (130° und 230°) wirst du etwa 10-15% weniger Ertrag haben als bei optimaler Südausrichtung, aber das ist völlig im Rahmen.

Der große Vorteil bei Ost-West ist die bessere Eigenverbrauchsquote. Du hast morgens und abends Strom, wenn ihr zuhause seid. Das passt perfekt zu eurem Verbrauchsprofil. Ich würde definitiv beide Seiten belegen - so holst du das Maximum raus.

Ein Speicher macht bei eurer Konstellation durchaus Sinn, muss aber nicht von Anfang an sein. Könnt ihr später nachrüsten, wenn die Preise weiter fallen.

Bei 4500 kWh Verbrauch würde ich etwa 8-10 kWp empfehlen. Damit solltet ihr auf eine ordentliche Eigenverbrauchsquote kommen.

Gruß
Rainer


Antwort
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