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Jahresauswertung PV-Anlage - welche Kennzahlen sind wirklich wichtig?

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ThomasKrueger
Beiträge: 5
Themenstarter
(@thomaskrueger)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#26]

Hallo zusammen,

wir haben unsere 9,5 kWp Anlage jetzt ein volles Jahr in Betrieb und ich wollte mal eine richtige Jahresauswertung machen. Bisher hab ich eigentlich nur auf den Gesamtertrag geschaut, aber ich merke schon dass das allein nicht so aussagekräftig ist.

Was sind denn die wichtigsten Kennzahlen die ich mir anschauen sollte? Eigenverbrauchsquote ist klar, aber was noch? Und wie erkenne ich ob die Anlage wirklich optimal läuft oder ob da noch Verbesserungspotential ist?

Gerade nach diesem Winter bin ich etwas unsicher - von November bis Februar war der Ertrag ja schon ziemlich mau. Ist das normal oder hätte man das bei der Planung besser berücksichtigen können?

Hab auch gehört dass man die spezifischen Erträge pro kWp vergleichen kann - macht das Sinn und wenn ja, welche Werte sind denn realistisch?

Wäre super wenn ihr mir ein paar Tipps geben könntet, worauf ich bei der Auswertung achten sollte. Will die Daten nutzen um vielleicht noch was zu optimieren.

Danke schonmal!
Thomas


3 Antworten
Manfred_1952
Beiträge: 9
(@manfred_1952)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Sehr gute Punkte von den Vorrednern! Aus meiner langjährigen Erfahrung möchte ich noch ergänzen:

Wichtig ist auch der Vergleich mit ähnlichen Anlagen in der Region. Viele Online-Portale bieten solche Vergleichsmöglichkeiten. Wenn deine Anlage deutlich schlechter abschneidet, solltest du nach den Ursachen suchen.

Besonders nach dem ersten Winter ist eine gründliche Inspektion sinnvoll. Frost-Tau-Zyklen können Mikrorisse in den Modulen verursachen oder Anschlüsse lockern.

In einem früheren Thread hatte ich schon mal geschrieben: Dokumentation ist das A und O. Führe ein Betriebsbuch und notiere Besonderheiten. Das hilft später bei der Fehlersuche enorm.


Antwort
Martin89
Beiträge: 9
(@martin89)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hi Thomas,

gute Frage! Bei der Jahresauswertung schaue ich immer auf mehrere Werte:

1. Spezifischer Ertrag (kWh/kWp) - sollte in Deutschland zwischen 900-1200 kWh/kWp liegen, je nach Region und Ausrichtung
2. Eigenverbrauchsquote - optimal sind 30-40% ohne Speicher
3. Autarkiegrad - wie viel vom Stromverbrauch wird selbst erzeugt
4. Performance Ratio (PR) - zeigt die Effizienz der Anlage, sollte über 80% liegen

Zum Winter: Das ist völlig normal! Von November bis Februar sind nur 15-20% des Jahresertrags realistisch. Die Planung sollte das berücksichtigen.

Tipp: Schau dir auch die monatlichen Verläufe an und vergleich sie mit den Sollwerten aus deiner ursprünglichen Ertragsprognose. So erkennst du schnell ob alles im grünen Bereich ist.


Antwort
Werner_5213
Beiträge: 3
(@werner_5213)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Kann Martin nur zustimmen. Bei meiner Balkon-PV hab ich auch gemerkt wie wichtig die richtige Auswertung ist.

Ergänzend würde ich noch empfehlen: Schau dir die Tagesverläufe an verschiedenen Tagen an. Wenn da komische Einbrüche sind oder die Kurve nicht schön gleichmäßig verläuft, kann das auf Verschattung oder defekte Module hindeuten.

Und dokumentier auch externe Faktoren - bei mir war zum Beispiel im März das eine Modul wegen Schneeverwehungen länger verschattet. Sowas verfälscht sonst die Statistik.

Übrigens, falls du bei der Jahresauswertung merkst dass deine Anlage gut läuft - denk auch mal über ne vernünftige PV-Versicherung nach. Ich hab da letztes Jahr endlich eine abgeschlossen, nachdem ein Kollege Hagelschäden hatte. Bei dem Investitionsvolumen echt sinnvoll. Photovoltaikversicherungsvergleich


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