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Modul-Spannungsklassen mischen - 600V und 1500V Module kombinieren?

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ThomasK
Beiträge: 4
Themenstarter
(@thomask)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#27]

Hallo zusammen,

ich plane gerade meine erste größere PV-Anlage (ca. 18 kWp) und bin bei der Modulauswahl etwas unsicher. Habe ein sehr gutes Angebot für 1500V Module bekommen, allerdings nur für einen Teil der benötigten Menge. Der Rest wären dann 600V Module vom gleichen Hersteller, gleiche Leistungsklasse.

Mein Elektriker meint, das wäre kein Problem, man müsse nur die Strings entsprechend trennen. Aber ich hab gelesen, dass bei unterschiedlichen Spannungsklassen Probleme auftreten können? Besonders wenn der Wechselrichter beide Eingänge hat.

Wie sind eure Erfahrungen damit? Macht es Sinn, die verschiedenen Spannungsklassen zu mischen, oder sollte ich lieber auf einheitliche Module setzen, auch wenn es teurer wird? Die Preisdifferenz wären etwa 1200€ für die komplette Anlage.

Vom Ertrag her sollten beide Modultypen sehr ähnlich sein. Geht nur um die technische Seite - will nicht in ein paar Jahren Probleme bekommen.

Danke für eure Einschätzungen!


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3 Antworten
Werner-Schmidt
Beiträge: 6
(@werner-schmidt)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hallo ThomasK,

von der Mischung verschiedener Spannungsklassen würde ich abraten. Das ist zwar technisch möglich, wie dein Elektriker sagt, aber bringt einige Nachteile mit sich. Die verschiedenen MPP-Tracker des Wechselrichters müssen dann unterschiedlich konfiguriert werden, was die Optimierung erschwert.

Außerdem können bei Wartungsarbeiten Verwechslungen passieren - ein 1500V String ist deutlich gefährlicher als ein 600V String. Die Sicherheitsvorschriften sind auch unterschiedlich streng. Ich hab schon erlebt, dass bei gemischten Anlagen später Probleme mit der Versicherung aufgetreten sind, weil die Dokumentation nicht eindeutig war.

Mein Tipp: Investier die 1200€ in einheitliche Module. Das zahlt sich langfristig durch einfachere Wartung und bessere Optimierung aus. Bei 18 kWp ist das überschaubar und du hast 25 Jahre Ruhe.


Antwort
Marco91
Beiträge: 2
(@marco91)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Also ich seh das nicht so kritisch wie Werner. Hab selber ne Anlage mit gemischten Strings laufen - allerdings andere Hersteller, nicht verschiedene Spannungsklassen.

Wichtig ist halt, dass dein Wechselrichter mehrere MPP-Tracker hat und die getrennt ansteuern kann. Dann machts technisch keinen Unterschied. 1200€ sind schon ne Hausnummer...

Würde aber trotzdem nochmal genau nachfragen: Sind das wirklich identische Module bis auf die Spannungsklasse? Gleicher Hersteller, gleiches Modell? Dann sollte es gehen.


Antwort
T.Hoffmann
Beiträge: 9
(@t-hoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Kann mich Werner nur anschließen - einheitliche Spannungsklassen sind definitiv der sicherere Weg. Besonders bei der Installation und späteren Wartung gibt es weniger Fehlerquellen.

Was noch dazukommt: Bei verschiedenen Spannungsklassen brauchst du eventuell unterschiedliche DC-Kabel und Sicherungen. Das macht die gesamte Installation komplexer und fehleranfälliger. Gerade wenn du als Laie planst, würde ich auf Nummer sicher gehen.

Die 1200€ Mehrkosten relativieren sich bei 25 Jahren Laufzeit. Dafür hast du eine saubere, einheitliche Anlage ohne potenzielle Kompatibilitätsprobleme.


Antwort
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