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DC/AC Wandlung - welche Verluste sind normal?

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H.Brenner
Beiträge: 12
Themenstarter
(@h-brenner)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#139]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit den technischen <a href=" https://photovoltaik-forum24.de/?p=805" rel="noopener noreferrer" title="7 Grundlagen der Photovoltaik, die du kennen musst">Grundlagen von PV-Anlagen und bin etwas verwirrt bei der DC/AC-Wandlung. Überall liest man von Wechselrichter-Wirkungsgraden von 95-98%, aber was bedeutet das in der Praxis?

Meine konkrete Frage: Wenn meine Module theoretisch 10 kWp haben, wieviel AC-Leistung kommt dann tatsächlich bei optimalen Bedingungen raus? Sind 9,5 kW realistisch oder eher zu optimistisch?

Und noch eine Verständnisfrage: Der Wirkungsgrad vom Wechselrichter ist ja nicht konstant, oder? Bei wenig Sonne am Morgen ist der schlechter als mittags bei Volllast? Wie stark schwankt das?

Ich plane eine Anlage für mein Einfamilienhaus und will realistische Zahlen für meine Berechnungen haben, nicht die Marketing-Angaben der Hersteller.

Vielen Dank für eure Hilfe!


3 Antworten
Felix_94
Beiträge: 10
(@felix_94)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Jo, MarkusLang hat das gut erklärt. Zusätzlich noch: Die DC-Verluste in den Kabeln nicht vergessen! Je nach Leitungslänge und Querschnitt gehen da auch nochmal 1-2% verloren.

Und die Modultemperatur spielt auch ne Rolle - bei heißen Sommertagen produzieren die Module weniger DC, also kommt auch weniger AC raus.

Übrigens, falls du noch auf der Suche nach nem guten Anbieter bist - ich hab neulich mehrere regionale Firmen über einen Online-Vergleich gefunden. Hat mir echt Zeit gespart, weil man direkt sieht wer in der Nähe verfügbar ist und wie die Preise so liegen. Angebotsvergleich


Antwort
MarkusLang
Beiträge: 8
(@markuslang)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hallo H.Brenner,

gute Frage! Die 95-98% Wirkungsgrad beziehen sich auf den Nennbereich des Wechselrichters. In der Praxis sieht es etwas anders aus.

Bei 10 kWp Modulleistung würde ich mit etwa 9,2-9,5 kW AC-Leistung bei optimalen Bedingungen rechnen. Das ist realistisch und liegt im normalen Bereich.

Du hast recht - der Wirkungsgrad schwankt stark je nach Belastung. Bei geringer Last (morgens/abends) kann er auf 85-90% fallen, im optimalen Bereich liegt er dann bei den beworbenen 96-98%. Die meisten modernen Wechselrichter haben einen ziemlich breiten Bereich mit gutem Wirkungsgrad.

Für deine Planung würde ich mit einem Gesamtwirkungsgrad von 94-95% rechnen, dann bist du auf der sicheren Seite. Wie ich schon mal in einem anderen Thread geschrieben hab - lieber konservativ kalkulieren.


Antwort
TechMike_87
Beiträge: 3
(@techmike_87)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Die Wirkungsgradkurve ist tatsächlich ein wichtiger Punkt. Die meisten Wechselrichter erreichen ihren Peak-Wirkungsgrad bei etwa 20-30% der Nennleistung und halten das bis ca. 80% der Nennleistung relativ konstant.

Bei der Auslegung solltest du auch den sogenannten DC/AC-Faktor beachten. Viele installieren bewusst etwas mehr DC-Leistung (z.B. 12 kWp Module auf 10 kW Wechselrichter), weil die Module nur selten ihre Nennleistung erreichen. So nutzt man den Wechselrichter besser aus und hat einen besseren Gesamtwirkungsgrad über das Jahr.

Für realistische Berechnungen: Nimm 92-94% als Richtwert für den Jahreswirkungsgrad, dann liegst du gut.


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