Hallo zusammen,
ich habe mich lange mit den realen Amortisationszeiten auseinandergesetzt und bin dabei auf eine Frage gestoßen, die in den gängigen Wirtschaftlichkeitsrechnungen nie richtig behandelt wird: Wie wirken sich Installationsverzögerungen im Sommer auf die tatsächliche Rentabilität aus?
Mein Angebot liegt vor, der Termin war für Juni eingeplant. Jetzt im August teilt mir der Installateur mit, dass die Montage erst Mitte September stattfindet – wegen Urlaubszeit und hoher Auslastung. Das heißt, ich verliere zwei bis drei Monate Sommererträge, also genau die Zeit mit den höchsten Solarwerten.
Wenn die Amortisation ohnehin knapp kalkuliert ist (bei mir etwa 12-14 Jahre), dann kostet mich diese Verzögerung faktisch einen halben bis ganzen Monat zusätzliche Amortisationszeit. Ist das normal? Sollte der Installateur diese Kosten auffangen? Oder ist das nur ein Risiko, das man als Privatperson akzeptieren muss?
Mich interessiert eine ehrliche Rechnung, nicht die optimistischen Standard-Szenarien.
Das ist ja eine interessante Perspektive, Klaus. Ich beschäftige mich ja gerade intensiv mit Modulentwicklungen und Effizienzen, aber diesen wirtschaftlichen Aspekt habe ich so noch nicht durchdacht. Du hast recht – die Sommermonate sind natürlich Gold wert für den Ertrag. August und September sind noch gute Monate, aber der Juni hätte deutlich mehr gebracht. Ob das in den Standard-Amortisationsrechnungen berücksichtigt wird, bezweifle ich ehrlich gesagt. Vielleicht sollte man das als Risikofaktor einkalkulieren – wie bei den Finanzierungsszenarien. Interessant ist auch, ob Installateure absichtlich pausieren oder ob es wirklich nur an den Kapazitäten liegt.