Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Gedanken, eine Photovoltaikanlage auf unser Einfamilienhaus zu installieren. Wir haben einen relativ hohen Stromverbrauch (ca. 4500 kWh/Jahr) da ich im Homeoffice arbeite und meine Frau auch oft zuhause ist. Dazu kommt eine Wärmepumpe die etwa 2800 kWh zusätzlich braucht.
Nun ist ja die Einspeisevergütung mittlerweile ziemlich niedrig geworden (aktuell um die 8 Cent/kWh). Gleichzeitig zahlen wir aber auch 32 Cent für den Strom vom Versorger. Meine Überlegung ist, dass sich die Anlage trotzdem rechnet, weil wir einen Großteil des erzeugten Stroms selbst verbrauchen können.
Das Dach ist nach Süden ausgerichtet, keine Verschattung, etwa 45m² nutzbare Fläche. Angebote liegen zwischen 16.000 und 22.000 Euro für ca. 10-12 kWp.
Wie seht ihr das? Macht eine PV-Anlage unter diesen Voraussetzungen Sinn? Worauf sollte ich bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung besonders achten?
Danke schon mal für eure Einschätzungen!
Ich kann TechMike nur zustimmen. In Ihrer Situation ist eine PV-Anlage wirtschaftlich sehr sinnvoll. Wichtig ist jedoch, dass Sie bei der Kalkulation realistische Werte ansetzen. Der Eigenverbrauchsanteil hängt stark von Ihrem Verbrauchsverhalten ab. Mit Wärmepumpe und Homeoffice haben Sie gute Voraussetzungen, da der Verbrauch auch tagsüber hoch ist. Lassen Sie sich verschiedene Angebote machen und achten Sie auf Qualität der Module und Wechselrichter. Eine günstige Anlage die nach 10 Jahren Probleme macht ist keine gute Investition. Auch sollten Sie prüfen ob ein Batteriespeicher sinnvoll ist - bei Ihrem hohen Verbrauch aber eher nachrangig.
Ich hab damals verschiedene Kreditangebote verglichen und dabei richtig Geld gespart - die Zinssätze unterscheiden sich teilweise erheblich. Ein Kollege hat mir einen Vergleichsrechner empfohlen, mit dem ich schnell die besten Konditionen für meinen PV-Kredit gefunden hab. Photovoltaikkredite*
Bei deinem hohen Verbrauch macht das definitiv Sinn! Mit 7300 kWh Jahresverbrauch und guter Südausrichtung solltest du locker 70-80% Eigenverbrauchsquote erreichen. Das bedeutet pro selbst verbrauchte kWh sparst du 24 Cent (32 Cent Bezugspreis minus 8 Cent entgangene Einspeisevergütung). Bei 10 kWp und etwa 950 kWh/kWp Ertrag sind das ca. 9500 kWh/Jahr. Selbst bei konservativen 70% Eigenverbrauch sparst du jährlich über 1500 Euro. Die Anlage amortisiert sich damit in 11-15 Jahren je nach Preis.
Ein Kollege hat mir neulich einen Online-Vergleichsservice für regionale PV-Anbieter empfohlen. Damit kannst du mehrere Angebote aus deiner Gegend einholen und sparst dir das mühsame Telefonieren. Bei hohem Eigenverbrauch lohnt sich das definitiv, um den besten Preis zu finden. Angebotsvergleich
Ja, rechnet sich auf jeden Fall! Hab selbst ne 11 kWp Anlage und ähnlichen Verbrauch.
Falls du noch nach günstiger Finanzierung suchst - ich hab da gute Erfahrungen mit einem Online-Vergleich gemacht. Konnte dadurch fast 0,5% Zinsen sparen gegenüber meiner Hausbank. Lohnt sich definitiv, vorher mal durchzurechnen! Photovoltaikkredite*