Hallo zusammen!
Ich bin Sarah und bin gerade in meine erste eigene Wohnung in einem 6er-MFH gezogen. Der Eigentümer hat sich jetzt bei uns Mietern erkundigt, ob wir Interesse an einer größeren PV-Anlage auf dem Dach plus Mieterstrom-Modell hätten. Gleichzeitig überlege ich, mir schnell ein Balkonkraftwerk zu holen – die sind ja relativ günstig und ich könnte sofort anfangen.
Meine Frage: Lohnt sich für mich als einzelne Mieterin eher das kleine Balkonkraftwerk (600W, ca. 400€) oder sollte ich lieber auf das Mieterstrom-Modell warten und investieren? Im Herbst/Winter wird ja sowieso weniger produziert – macht das einen großen Unterschied bei der Kalkulation aus?
Was muss ich über Mieterstrom-Verträge wissen? Gibt es versteckte Kosten? Und wie lange dauert es, bis so eine Anlage auf dem Dach genehmigt und installiert ist?
Danke schon mal für Tipps – bin noch ziemlich neu in dem Thema!
Moment – du solltest erst mal klären, ob dein Balkon überhaupt nach Süden/Westen zeigt und nicht verschattet ist. Viele machen da unrealistische Annahmen. Beim Mieterstrom brauchst du auch Klarheit: Trägt die Eigentümer-GmbH die Kosten oder der Mieter anteilig? Gibt's eine Eintrittsgebühr?
Hallo Sarah,
schöne Frage – ich bin gerade selbst wieder dabei, meine alte PV-Erfahrung mit den neuen Lösungen zu vergleichen. Meine Einschätzung: Das Balkonkraftwerk bringt dir kurzfristig Unabhängigkeit und du hast sofort einen Ertrag, auch wenn er im Herbst/Winter kleiner ausfällt. Die 400€ sind überschaubar.
Beim Mieterstrom brauchst du Geduld – die Genehmigungen dauern oft 6-12 Monate, je nach Bundesnetzagentur und Netzanbindung. Dafür ist die Anlage größer und die Erträge besser verteilt auf alle Mieter. Du zahlst weniger Stromkosten, bekommst aber keinen Eigenkapital-Vorteil.
Mein Tipp: Mach das Balkonkraftwerk JETZT – ist eine sichere Investition. Parallel könntet ihr die Mieterstrom-Planung vorantreiben. Dann hast du schnell erste Ersparnisse und langfristig auch noch das gemeinsame Projekt. Herbst/Winter bei 600W ist zwar schwach, aber immerhin 20-30% deines Winterverbrauchs.
Welche Ausrichtung hast du am Balkon?