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Defekte Mieterstrom-Anlage seit 2 Wochen - wer haftet für meine Mehrkosten?

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Stefan-Weber86
Beiträge: 3
Themenstarter
(@stefan-weber86)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#8]

Hallo zusammen,

seit zwei Wochen ist die PV-Anlage in unserem Mehrfamilienhaus ausgefallen. Ein Wechselrichter ist kaputt und die Reparatur zieht sich. Problem: Ich bezahle normalerweise 18ct/kWh für den Mieterstrom, jetzt muss ich den teuren Grundversorgertarif mit 38ct/kWh zahlen. Bei der aktuellen Hitze läuft die Klimaanlage fast durch und mein Stromverbrauch ist deutlich höher als normal.

Mein Vermieter meint, das sei höhere Gewalt und er könne nichts dafür. Im Mieterstromvertrag steht nichts Konkretes zu solchen Ausfällen. Jetzt sammeln sich schon über 200€ Mehrkosten bei mir an.

Kann ich die Differenz vom Vermieter zurückfordern? Hat der nicht eine Sorgfaltspflicht, dass die Anlage funktioniert? Oder bin ich als Mieter automatisch das Risiko eingegangen?

Wäre super, wenn jemand Erfahrungen mit sowas hat oder rechtlich was weiß. Die Sommerhitze macht das Problem echt teuer für mich...

Gruß Stefan


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4 Antworten
ThomasK47
Beiträge: 8
(@thomask47)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Da muss ich Markus-Stein recht geben. Der Vermieter hat definitiv eine Gewährleistungspflicht für den angebotenen Service. Ist wie bei jeder anderen Dienstleistung auch.

Was mir noch einfällt: Schau mal in deinen Mieterstromvertrag, ob dort was zu 'Ersatzversorgung' oder 'Ausfallzeiten' steht. Manchmal ist versteckt geregelt, dass bei Ausfällen automatisch eine bestimmte Entschädigung fällig wird.

Und noch ein Tipp: Dokumentiere auch den höheren Verbrauch durch die Klimaanlage. Das ist ein direkter Schaden durch den Ausfall zur ungünstigsten Zeit. 200€ Mehrkosten in zwei Wochen ist schon ordentlich - da sollte definitiv was zu holen sein.


Antwort
S.Hoffmann30
Beiträge: 1
(@s-hoffmann30)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Zwei Wochen ist echt lang für so eine Reparatur. Normalerweise sollten Wechselrichter-Defekte schneller behoben werden können.

Kannst du mal nachfragen, welche Firma die Wartung macht und warum es so lange dauert? Manchmal liegt's auch daran, dass billige Wechselrichter verbaut wurden oder die Wartungsfirma überfordert ist.


Antwort
Markus S.
Beiträge: 5
(@markus-stein)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Das ist wirklich ärgerlich, Stefan. Grundsätzlich liegt das Risiko des technischen Ausfalls beim Betreiber der Anlage - also deinem Vermieter. Er bietet ja den Mieterstrom als Dienstleistung an und muss dafür sorgen, dass diese auch funktioniert. Zwei Wochen Ausfall ist definitiv nicht mehr vertretbar.

Meiner Ansicht nach kannst du die Mehrkosten durchaus geltend machen. Du hast einen Vertrag über günstigen Strom und dieser wird nicht erfüllt. Das ist ein klassischer Fall von Leistungsstörung. Dokumentiere alle zusätzlichen Stromkosten und fordere schriftlich Erstattung. Falls er sich weigert, würde ich zum Mieterverein oder Anwalt.

Übrigens ähnliche Diskussion hatte ich schon mal bei der Sommerperfomance von PV-Modulen - da ging's auch um Ausfälle bei heißem Wetter.


Antwort
MarkusKraus
Beiträge: 6
(@markuskraus)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Sehe ich kritisch. Wenn im Vertrag nichts zu Ausfallzeiten steht, ist das schon mal schlecht für den Stefan. Höhere Gewalt ist zwar Quatsch, aber Verschleiß von Wechselrichtern ist normal.

Ich würde erstmal prüfen, ob der Vermieter überhaupt alles getan hat für eine schnelle Reparatur. Wenn er den Defekt zwei Wochen schleifen lässt, ist das fahrlässig. Aber wenn Ersatzteile nicht lieferbar sind oder der Techniker krank ist, wird's schwierig mit der Haftung.

18ct vs 38ct ist schon heftig, besonders jetzt im Sommer. Versuch's trotzdem mit der Nachforderung, aber rechne nicht zu fest damit.


Antwort
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