Hallo zusammen,
nach längerer Forumspause bin ich wieder da - diesmal mit einem anderen Projekt als meiner Inselanlage. Für unser 8-Familienhaus aus den 70ern plane ich eine größere PV-Anlage mit Mieterstrom. Der erste Statiker hat mir jetzt ein Angebot über 3.000€ für die Dachprüfung gemacht, was mir ehrlich gesagt sehr teuer vorkommt.
Ist das normal bei Mehrfamilienhäusern oder übertreibt der? Das Dach wirkt auf mich eigentlich sehr stabil, wurde vor 10 Jahren neu gedeckt. Gibt es vielleicht günstigere Alternativen oder kann man die Kosten irgendwie drücken?
Hab auch schon überlegt, ob ich nicht einfach eine kleinere Anlage plane, bei der keine Statikprüfung nötig ist - aber wo liegt da die Grenze? Bei dem heißen Sommer dieses Jahr merke ich wieder, wie wichtig es wäre endlich loszulegen, die Stromkosten explodieren ja förmlich mit den Klimaanlagen.
Freue mich über eure Erfahrungen und Tipps!
Gruß Robert
Hallo Robert,
3.000€ ist schon happig, aber bei 8-Familienhaus leider nicht ganz unüblich. Als Elektrotechniker kann ich dir sagen: bei größeren Anlagen kommst du um die Statikprüfung nicht herum, das ist Pflicht. Die Grenze liegt meist bei 10 kWp, aber das variiert je nach Bundesland und Baujahr des Gebäudes.
Mein Tipp: Hol dir noch 2-3 weitere Angebote ein. Ich hab bei einem ähnlichen Projekt Preise von 1.800€ bis 4.200€ gesehen - da ist ordentlich Spielraum drin. Frag auch mal bei der örtlichen Ingenieurskammer nach, die haben oft Listen mit Statikern.
Kleine Anlage ohne Prüfung wäre verschenktes Potenzial bei einem 8-Parteien-Haus. Gerade für Mieterstrom brauchst du ausreichend Leistung, sonst rechnet sich das ganze Projekt nicht. Die 3.000€ sind zwar ärgerlich, aber bei einer gescheiten Dimensionierung hast du die nach 2-3 Jahren wieder drin.
Übrigens: Falls ihr Smart Meter plant, kann ich gerne Erfahrungen zu kompatiblen Wechselrichtern teilen.
Gruß
D.Schneider