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Mieterstrom ab 3-4 Wohnungen: Bei welcher Anlagengröße rechnet sich der Aufwand?

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Marcus89
Beiträge: 5
Themenstarter
(@marcus89)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#35]

Hallo zusammen,

ich bin Kleinvermieter mit zwei Mehrfamilienhäusern (3er und 4er) und beschäftige mich seit längerem mit dem Gedanken, eine Mieterstromanlage zu installieren. Allerdings halte ich viel von ehrlichen Zahlen statt Marketing-Versprechungen.

Meine konkrete Frage: Ab welcher Anlagengröße und Mieteranzahl wird Mieterstrom wirklich wirtschaftlich interessant? Ich sehe da mehrere Kosten, die oft unterschätzt werden:

1. **Verwaltungsaufwand** – Verträge, Abrechnung, eventuell Smart Meter
2. **Wechselrichter-Architektur** – Braucht man da wirklich teurere Systeme mit mehreren kleineren WR statt eines großen?
3. **Förderung und Einspeisevergütung** – Wie wirkt sich der aktuelle Mieterstromzuschlag aus? Und wie verlässlich ist die Regelung mittelfristig?

Ich möchte keine überoptimistischen ROI-Berechnungen. Was sind eure realistischen Erfahrungswerte? Lohnt sich das für kleine Vermietungen überhaupt, oder sollte ich stattdessen reine Eigenverbrauchsanlagen mit Speicher optimieren?

Danke für ehrliche Antworten!


1 Antwort
Marco K.
Beiträge: 3
(@marco_88)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Marcus, gute Frage – und du hast Recht, dass viele die Komplexität unterschätzen.

Nach meiner Erfahrung als Projektmanager lohnt sich Mieterstrom erst ab ca. 4-6 Wohneinheiten ernsthaft. Unter dieser Grenze überwiegt der administrative Aufwand oft den Vorteil der Einspeisevergütung.

Zur Förderung: Der aktuelle Mieterstromzuschlag liegt bei etwa 4,7 ct/kWh (Oktober 2024), zusätzlich zur EEG-Vergütung. Das klingt gut, ist aber nur interessant, wenn:

• **Eigenverbrauchsquote hoch ist** – also mindestens 40-50% der Anlage direkt genutzt wird
• **Vertragsdauer stabil bleibt** – die Regelung könnte sich 2025/26 verändern
• **Mieter tatsächlich abnehmen** – nicht unterschätzen, dass manche Bewohner mit Stromkosten ohnehin sensibel reagieren

Bei deinen 3er und 4er Häusern würde ich eher folgendes prüfen: **Können die Wechselrichter-Systeme modular aufgebaut werden?** Ein großer WR mit 8-10kW plus eventuell ein kleinerer für Lastspitzen macht technisch mehr Sinn als mehrere kleine. Spart Komplexität und Wartung.

Die ehrliche Antwort: Für dich rechnet sich wahrscheinlich eine kombinierte Strategie besser – große gemeinsame Anlage mit Fokus auf realen Eigenverbrauch der Gemeinschaft, plus optional eine kleine Einspeisevergütung als Bonus. Klassischer Mieterstrom mit voller Abrechnung könnte mehr Ärger als Gewinn bringen.

Wie siehst du das selbst – reist du die Häuser selbst oder hast du eine Verwaltung?


Antwort
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