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Netzanschluss bei Mieterstrom: Wer trägt die Kosten?

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Nico29
Beiträge: 5
Themenstarter
(@nico29)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#18]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, meine erste PV-Anlage zu planen und bin dabei auch auf das Thema Mieterstrom gestoßen. Bei der Recherche zur Netzanbindung bin ich auf ein paar Fragen gestoßen, die ich nicht so richtig beantwortet bekomme.

Wir haben ein 6-Familienhaus, und die Hausverwaltung ist grundsätzlich offen für eine Mieterstrom-Lösung. Jetzt geht es um die technische Seite: Muss der Netzbetreiber den neuen Netzanschluss für die PV-Anlage herstellen oder ist das Sache des Gebäudeeigentümers? Und wer trägt da die Kosten - werden die auf die Mieter umgelegt oder ist das Sache des Eigentümers?

Mir ist klar, dass ich mich mit Smart-Metering und Wechselrichter-Auswahl noch eingehend beschäftigen muss, aber zuerst muss die grundsätzliche Frage geklärt sein. Hat jemand von euch praktische Erfahrungen mit dieser Konstellation gemacht? Wie läuft das konkret ab?

Viele Grüße,
Nico29


2 Antworten
Werner-Schmidt
Beiträge: 7
(@werner-schmidt)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Nico, kurz gesagt: Netzbetreiber macht die Technik, der Immobilieneigentümer zahlt. Bei Mieterstrom kommt noch hinzu, dass ihr eine sog. Kundenanlage im Sinne des EnWG braucht, nicht einfach nur eine PV-Anlage – das beeinflusst auch die Netzgebühren und die Anforderungen an die Messtechnik.

Ich würde auch dringend empfehlen, vorher mit eurem Netzbetreiber zu klären, ob die verfügbare Einspeiseleistung überhaupt gegeben ist. Es gibt Gegenden, wo die Netze komplett zugelastet sind und neue Anschlüsse erst nach Jahren machbar sind. Schlechtes Gefühl hatte ich dabei in meiner früheren Analyse zu dieser Wechselrichter-Frage – auch da spielte die Netzfähigkeit eine Rolle. Klär das ganz früh ab, bevor ihr die ganze Planung macht.


Antwort
Werner_1952
Beiträge: 5
(@werner_1952)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Guten Morgen Nico29,

da kann ich dir aus meiner Erfahrung ganz klar sagen: Der Netzbetreiber ist grundsätzlich zuständig für die Herstellung und den Betrieb des Netzanschlusses. Das ist gesetzlich geregelt und nicht verhandelbar. ABER: Die Kosten für die Herstellung – und die können ganz schön satt sein – trägt der Antragsteller, also in eurem Fall der Gebäudeeigentümer oder die WEG.

Beim Mieterstrom gibt es da ein paar zusätzliche Anforderungen: Der Netzbetreiber braucht einen separaten Messpunkt für die Einspeisung und einen für den Eigenverbrauch. Das ist komplizierter und teurer als bei einer normalen PV-Anlage für Eigenverbrauch.

Mein Tipp: Holt euch zeitig ein Angebot vom Netzbetreiber. Die Kosten können zwischen 500 und 5.000 Euro liegen, je nachdem wie weit die nächste verfügbare Anschlusskapazität entfernt ist. Das sollte in die Wirtschaftlichkeitsberechnung rein, sonst werdet ihr böse überrascht.


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