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[Gelöst] Mieterstrom ohne Hausverwaltung selbst organisieren?

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Klaus-Weber
Beiträge: 3
Themenstarter
(@klaus-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#17]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit der Frage, ob man als Eigentümer eines Mehrfamilienhauses (6 Wohnungen) ein Mieterstrom-Modell ohne externe Hausverwaltung aufbauen kann. Die klassische Route über eine Hausverwaltung kostet mich etwa 15-20% der Rendite weg, und das möchte ich vermeiden.

Meine Überlegung: Selbst die Verwaltung der Verträge, Abrechnungen und des technischen Betriebs übernehmen. Für die Wirtschaftlichkeitsrechnung habe ich folgende Parameter:
- 30 kWp Anlage, Investition ca. 35.000€
- Durchschnittlicher Stromverbrauch der Mieter: ca. 3.500 kWh/Jahr pro Wohneinheit
- Geplanter Tarif: 28 ct/kWh (unter Marktpreis)

Meine Fragen:
1. Welche rechtlichen Anforderungen muss ich erfüllen (Messkonzept, Stromliefervertrag, Versicherung)?
2. Wie aufwändig ist die monatliche Abrechnung wirklich?
3. Gibt es eine Software, die das automatisiert?
4. Was sind die größten Stolpersteine, die ich übersehen könnte?

Ich möchte das realistisch kalkulieren und nicht in Anfängerfehler tappen.

Danke für eure Erfahrungen!


2 Antworten
Stefan91
Beiträge: 3
(@stefan91)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

28 ct/kWh ist noch okay, aber vergiss nicht: Bei Mieterstrom greift der Eigenverbrauchszuschlag von 30€/MWh weg. Das bedeutet, deine tatsächliche Rendite ist niedriger, als die meisten denken.

Ich betreibe meine 12 kWp-Anlage im klassischen Modell (Eigenverbrauch + Einspeisung), das ist deutlich simpler. Falls du wirklich selbst organisieren willst, schau dir das aktuelle Batterie-Handbuch 2026 an – da sind auch die neuen Mieterstrom-Regelungen aufgeführt.

Das Hauptrisiko: Mieterfluktuationen. Wechselt eine Miete, entfällt oft der Vertrag. Sowas muss man mitkalkulieren.

Stefan91


Antwort
Sven H.
Beiträge: 7
(@s-hoffmann30)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hallo Klaus-Weber,

warum nicht, aber ehrlich gesagt: Die Hausverwaltung kostet nicht umsonst die paar Prozent. Deine Punkte:

1. **Rechtlich**: Du brauchst ein anerkanntes Messkonzept (Bilanzkreisabgrenzung), einen Stromliefervertrag für Mieterstrom (nicht trivial), eventuell eine Betriebshaftpflicht. Das ist Verwaltungsarbeit.

2. **Abrechnung**: Mit 6 Wohnungen noch machbar, aber zeitaufwändig. Jede Wohnung braucht einen separaten digitalen Zähler, die Daten müssen monatlich ausgelesen und verarbeitet werden.

3. **Software**: Es gibt spezialisierte Lösungen wie Corrently oder ähnliche, kosten aber auch 50-100€/Monat.

Mein Rat: Rechne mal ein, wie viel deine Zeit kostet (sagen wir 5-10h/Monat à 20€/h).

VG Sven


Antwort
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