Hallo zusammen,
ich plane für den Sommer die Installation einer PV-Anlage auf unserem Einfamilienhaus. Das Thema beschäftigt mich schon länger und jetzt wo die Tage wieder länger werden, wird es konkreter.
Wir haben einen 5,5 kWp Hausanschluss und ich frage mich, ob es überhaupt Sinn macht, kleiner zu dimensionieren oder sollte man gleich die vollen 5,5 kWp ausnutzen? Unser Verbrauch liegt bei etwa 4.200 kWh im Jahr (4 Personen).
Das Dach ist nach Süd-West ausgerichtet, etwa 35° Neigung. Die verfügbare Fläche würde theoretisch für 8-9 kWp reichen, aber dann müsste ich ja den Anschluss erweitern lassen.
Meine Überlegung: Lieber erst mal mit 5,5 kWp starten und schauen wie sich das entwickelt? Oder gleich größer planen? Die Wintermonate waren ja wieder ziemlich ertragsschwach, da würde mehr Leistung sicher helfen.
Hat jemand Erfahrungen mit ähnlichen Ausgangsbedingungen? Besonders interessiert mich auch, wie sich das mit der Eigenverbrauchsoptimierung verhält.
Vielen Dank für eure Einschätzungen!
Guten Tag,
ich kann aus langjähriger Erfahrung nur dazu raten, die Anlage so groß wie möglich zu dimensionieren. Die 5,5 kWp-Grenze ist primär eine bürokratische Hürde, technisch spricht nichts dagegen, größer zu bauen.
Bei Ihrem Verbrauch von 4.200 kWh und der SW-Ausrichtung würde ich definitiv über 7-8 kWp gehen. Gerade in der dunklen Jahreszeit - wie wir sie ja gerade hinter uns haben - macht sich jedes zusätzliche kWp bezahlt. Die Mehrkosten für die Anschlusserweiterung amortisieren sich meist binnen 2-3 Jahren.
Ein wichtiger Punkt: Planen Sie bereits jetzt eine eventuelle Wallbox oder Wärmepumpe mit ein, dann relativiert sich die Anlagengröße schnell.
Hi! Ich würd auf jeden Fall größer planen. Wir haben auch ungefähr den gleichen Verbrauch und sind mit 5,5 kWp an sonnigen Tagen schon echt gut dabei, aber im Winter ist's wirklich mau. Da hätte ich gern mehr Power.
Bei deiner Süd-West Ausrichtung und dem Platz würde ich ehrlich gesagt gleich auf 8+ kWp gehen, auch wenn's mehr Papierkram bedeutet. Die 70%-Regelung ist ja auch weg, also kannst du voll einspeisen. Eigenverbrauch optimieren geht später immer noch mit Speicher oder Wallbox.
Moin! Ich seh das etwas anders als Klaus oben. Bei 4.200 kWh Verbrauch reichen 5,5 kWp eigentlich völlig aus, vor allem wenn du keinen Speicher planst.
Wir haben ähnliche Verhältnisse und produzieren mit 6 kWp im Jahr locker 5.500-6.000 kWh. Da ist dann schon ordentlich Überschuss da. Klar, im Winter weniger, aber dafür im Sommer umso mehr.
Ich würd erstmal mit den 5,5 kWp anfangen - ist weniger Aufwand, weniger Kosten und du siehst wie's läuft. Erweitern kann man später immer noch, wenn wirklich Bedarf da ist. Die Anschlusserweiterung kostet auch nochmal richtig Geld beim Netzbetreiber.