Hallo zusammen,
ich bin R. Hoffmann und beschäftige mich seit ein paar Wochen mit dem Gedanken, eine Photovoltaikanlage auf unser Einfamilienhaus zu installieren. Ehrlich gesagt bin ich aber völlig überfordert mit all den Informationen im Internet. Da gibt es so viele verschiedene Begriffe, Hersteller, Technologien...
Unser Haus ist Baujahr 1995, Satteldach mit Südausrichtung, etwa 120qm Dachfläche verfügbar. Stromverbrauch liegt bei ca. 4500 kWh im Jahr. Jetzt frage ich mich: Wo fange ich überhaupt an? Was sind die ersten Schritte, die ich als kompletter Laie gehen sollte?
Soll ich erst mal einen Fachbetrieb kontaktieren oder kann ich schon vorher selbst abschätzen, ob sich das lohnt? Worauf muss ich beim Dach achten? Und wie finde ich heraus, welche Anlagengröße für uns sinnvoll wäre?
Ich möchte nicht gleich den ersten Anbieter beauftragen, der mir ein Angebot macht, sondern mich erst mal grundlegend informieren. Habt ihr Tipps für den Einstieg? Gibt es eine Art "Reihenfolge", in der man vorgehen sollte?
Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!
🔗 <a href=" https://photovoltaik-forum24.de/?p=805" rel="noopener noreferrer" title="7 Grundlagen der Photovoltaik, die du kennen musst">Grundlagen
Hallo R. Hoffmann,
als systematisches Vorgehen würde ich empfehlen:
1. Dachstatik prüfen lassen (bei Baujahr 1995 meist kein Problem)
2. Verschattungsanalyse - am besten zu verschiedenen Tageszeiten schauen
3. Stromverbrauch der letzten 2-3 Jahre analysieren
4. Grobe Anlagenauslegung: Bei 4500 kWh würden etwa 5-6 kWp Sinn machen
5. Mindestens 3 Angebote von verschiedenen Fachbetrieben einholen
Wichtig: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Seriöse Anbieter geben Ihnen Bedenkzeit. Finger weg von Haustürgeschäften oder "nur heute gültigen" Angeboten.
Für die Vorabinformation sind die Verbraucherzentralen sehr hilfreich - die haben oft kostenlose Beratungen zum Thema PV.
Hey! Als erstes würd ich an deiner Stelle mal schauen, ob dein Dach überhaupt geeignet ist. Verschattung durch Bäume oder Nachbarhäuser? Dachzustand ok? Dann kannst du mit nem Online-Rechner grob abschätzen, was bei dir möglich wäre. Ich hab damals mit dem Solarkataster angefangen - da siehst du schon mal das Potenzial.
Servus R.Hoffmann,
kann Marco nur zustimmen. Hab selbst 2019 angefangen mich zu informieren und war genauso überfordert am Anfang. Was mir geholfen hat: Erstmal die Basics verstehen - was ist ein Wechselrichter, wie funktioniert Eigenverbrauch vs. Einspeisung, was bedeutet kWp vs. kWh usw.
Dann würd ich an deiner Stelle mal bei der Bundesnetzagentur im Marktstammdatenregister schauen, welche Anlagen in deiner Nachbarschaft so installiert sind. Da siehst du auch die Größen und kannst dir ein Bild machen.
Und ganz wichtig: Lass dir Zeit! Die Anlage läuft dann 20+ Jahre, da sollte man nicht hektisch entscheiden. Bei deinem Verbrauch und der Dachfläche hört sich das aber schon mal sehr vielversprechend an.