Hallo zusammen,
ich betreibe seit Oktober 2023 eine 9,8 kWp Anlage auf dem Süddach (30° Neigung, keine Verschattung). Nach dem ersten Winter bin ich etwas ernüchtern von den Ergebnissen.
Laut Online-Rechnern sollte ich hier in der Region etwa 950-1000 kWh pro kWp erzielen. Das wären bei mir dann 9300-9800 kWh pro Jahr. In der Realität schaffe ich aber nur etwa 820 kWh/kWp, also deutlich weniger.
Jetzt wo der Mai richtig schön sonnig war, dachte ich die Anlage läuft endlich rund. Aber auch da liege ich unter den Erwartungen. Bei strahlendem Sonnenschein erreiche ich maximal 8,2 kW Leistung statt der theoretischen 9,8 kW.
Der Wechselrichter zeigt keine Fehlermeldungen an. Module sind sauber (hab sie vor 3 Wochen gereinigt). String-Spannungen sehen auch normal aus soweit ich das beurteilen kann.
Wo kann ich ansetzen? Welche Faktoren reduzieren den spezifischen Ertrag so massiv? Ist das noch im normalen Bereich oder stimmt wirklich was nicht?
Bin für jeden Hinweis dankbar!
820 kWh/kWp ist schon deutlich unter dem was möglich wäre. Da stimmt definitiv was nicht.
Erstmal die Basics: Hast du die DC- und AC-seitige Verkabelung schonmal kontrolliert? Lose Verbindungen können massive Verluste verursachen. Auch die DC-Sicherungen mal checken - falls welche durchgebrannt sind merkst du das nicht unbedingt sofort.
Bei 8,2 kW statt 9,8 kW fehlen dir 15-20% Leistung. Das ist schon heftig. Wenn einzelne Module defekt sind oder unterschiedlich altern, zieht das den ganzen String runter. Hast du mal die Leerlaufspannungen der einzelnen Strings gemessen?
Falls du nen Multimeter hast: String für String einzeln messen und vergleichen. Große Abweichungen deuten auf Probleme hin.
Ich hatte in einem anderen Thread schonmal ähnliche Probleme diskutiert.
820 kWh/kWp ist wirklich sehr wenig. Normal wären hier 900-950. Du verlierst also mindestens 100-150 kWh pro kWp und Jahr, das sind bei dir fast 1500 kWh!
Meine ersten Verdächtigen wären:
1. Wechselrichter arbeitet nicht optimal (MPP-Tracking Problem?)
2. Verschattung die du nicht bedacht hast (Antennen, Schornsteine, etc.)
3. Temperatutprobleme bei den Modulen
4. Defekte Module oder Optimierer
Hast du Monitoring auf Modulebene? Ohne das wird's schwer einzelne Problemmodule zu identifizieren. Die 8,2 kW bei Vollsonne sind echt verdächtig - da fehlen 15% Leistung.
Hmm, könnte aber auch am Standort liegen. Die Online-Rechner sind oft zu optimistisch.
820 kWh/kWp ist nicht super, aber ich kenn auch Anlagen die ähnliche Werte haben. Besonders wenn's im ersten Jahr viel bewölkt war kann das schonmal passieren.
Bei der maximalen Leistung: 8,2 statt 9,8 kW ist schon auffällig. Aber vielleicht warst du nicht bei komplett idealen Bedingungen? Temperatur, Einstrahlung, alles muss stimmen für die Spitzenleistung.