Hallo zusammen,
ich plane meine erste PV-Anlage und bin total verwirrt von den verschiedenen Angaben. Überall lese ich von kWp, aber wie viel Strom kann ich denn nun wirklich mit einer 10 kWp Anlage erzeugen?
Mein Elektriker meinte, dass käme auf verschiedene Faktoren an, aber er hat mir das nicht so richtig erklären können. Im Internet finde ich Werte zwischen 8000 und 12000 kWh pro Jahr - das ist ja ein riesiger Unterschied!
Unser Haus steht in Bayern, Dach zeigt nach Süden mit etwa 35 Grad Neigung. Keine Verschattung soweit ich das beurteilen kann. Wir verbrauchen etwa 4500 kWh im Jahr.
Kann mir jemand erklären, was realistisch ist? Und wovon hängt das ab? Ich möchte ungern zu viel investieren, wenn am Ende viel weniger Ertrag rauskommt als gedacht.
Vielen Dank schonmal!
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Bei deinen Voraussetzungen in Bayern mit Südausrichtung und 35° Neigung kannst du mit etwa 950-1000 kWh pro kWp rechnen. Das bedeutet für eine 10 kWp Anlage circa 9500-10000 kWh im Jahr. Der Wert ist sehr realistisch und liegt im oberen Bereich, weil deine Ausrichtung optimal ist.
Die 950-1000 kWh pro kWp sind schon realistisch für Bayern. Aber pass auf: Das sind Durchschnittswerte über mehrere Jahre. Einzelne Jahre können deutlich abweichen - mal 10% mehr, mal 15% weniger je nach Wetter.
Du solltest auch bedenken, dass die Module im Lauf der Zeit etwas an Leistung verlieren. Die meisten Hersteller garantieren nach 20 Jahren noch 80-85% der ursprünglichen Leistung. Für die Wirtschaftlichkeitsrechnung würde ich daher eher mit 900 kWh/kWp kalkulieren - dann bist du auf der sicheren Seite.
Kann T.Bergmann25 nur zustimmen. In Bayern mit Südausrichtung sind 950-1000 kWh/kWp definitiv machbar. Ich hab ähnliche Erfahrungen gemacht - die Ausrichtung ist wirklich entscheidend.
Bei meiner ersten Anlage hatte ich auch erst Bedenken wegen dem Ertrag, aber die Werte stimmen schon.
Wichtig ist auch: Im Sommer erzeugst du deutlich mehr als im Winter. Juli/August können schon mal 1200-1400 kWh im Monat sein, während November/Dezember oft unter 200 kWh bleiben. Das solltest du bei der Eigenverbrauchsplanung berücksichtigen.